LinkedIn verkauft auch Ihre Daten. Hier erfahren Sie, was Sie deaktivieren sollten.
28. Juni 2026 · 3 Minuten Lesezeit · Kommentare
LinkedIn präsentiert sich als professionelles Netzwerk. Hinter den Kulissen betreibt es einen der größten B2B-Datenbetriebe der Welt – und ein erheblicher Teil Ihres Profils wird an Personen und Unternehmen verkauft, von denen Sie noch nie gehört haben.
Was LinkedIn sammelt
LinkedIn sammelt weit mehr als nur Ihre Berufsbezeichnung. Gemäß der eigenen Datenschutzrichtlinie umfassen die erfassten Daten:
- Your precise location (if you use the mobile app)
- Every profile you view and every post you dwell on
- Your phone's contact list if you grant access
- Device identifiers, IP address, and browser fingerprint
- Inferences about your salary, seniority, and company size
Wie LinkedIn diese Daten verkauft
LinkedIns primäre Monetarisierungsplattform ist die „0“-Plattform, die es Werbetreibenden ermöglicht, Benutzer gezielt nach Berufsbezeichnung, Unternehmen, Branche, Dienstalter, Fähigkeiten und Gruppen anzusprechen. Werbetreibende können die „1“ von LinkedIn auch verwenden, um eine Kundenliste hochzuladen und passende LinkedIn-Profile zu finden. Ihre Profildaten, Interaktionsmuster und abgeleiteten Attribute sind das Produkt, das sie kaufen.
LinkedIn war auch im Mittelpunkt eines großen Daten-Scraping-Vorfalls im Jahr 2021, bei dem 700 Millionen Benutzerprofile – darunter Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Standortdaten – gescrapt und in Hacker-Foren verkauft wurden. LinkedIn nannte es eher „Scraping“ als einen Verstoß, was ihre Haftung rechtlich einschränkte, aber die Daten waren echt und wurden verkauft.
Einstellungen, die jetzt geändert werden müssen
Gehen Sie auf „0“. Ändern Sie diese:
- Manage your data and activity → turn off Data for Research and Surveys and Data for Third-Party Applications
- Advertising data → turn off Profile data for advertising, Interest-based ads, and Audience insights for advertising campaigns
- Visibility → Profile visibility off LinkedIn → set to No to stop your profile appearing in Google search results
- Communications → Targeted advertising → opt out of third-party ad networks
Ihre LinkedIn-Daten befinden sich bereits auf Datenbroker-Websites
Der Scraping-Vorfall aus dem Jahr 2021 bedeutet, dass Ihr Name, Ihr beruflicher Werdegang, Ihr Standort und häufig auch Ihre E-Mail-Adresse derzeit in den Datenbanken von Datenbrokern gespeichert sind – unabhängig davon, was Sie auf LinkedIn ändern. Datenbroker kaufen und verkaufen diese Informationen an jeden weiter, der bereit ist, dafür zu zahlen: Vermarkter, Personalvermittler, Personensuchseiten und in einigen Fällen Betrüger.
Die Einstellungen von LinkedIn reduzieren die zukünftige Erfassung. Sie entfernen keine Daten, die bereits geteilt, verkauft oder gelöscht wurden. Der einzig praktikable Ansatz hierfür ist die systematische Kontaktaufnahme mit den Maklern, die das Konto führen – und genau das tun automatisierte Umzugsdienste in Ihrem Namen.
